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Haus & Grund Magazin | 8/2011 22

Haus und Garten

Haus & Grund Magazin | 8/2011 22

Brombeeren: Es gibt unzählige Arten und Sorten. Bei geeigneter Wahl kann von Juli bis Mitte Oktober geerntet werden.

Brombeeren gibt es so viele Arten und Sorten, dass sich nur Spezialis-ten wirklich auskennen. Gartenbe-sitzern geht es mehr darum, mög-lichst lange Brombeerfrüchte zu ernten. Falls dies gelingt, ohne dass man es mit Brombeerdornen zu tun kriegt – umso besser. Tat-sächlich dauert bei geeigneter Sor-tenwahl die Ernte von Juli bis Mitte Oktober.

Den Anfang macht eine Brombeere , deren Früchte eher Himbeeren ähneln, und unter Umständen schon ab Ende Juni, spätestens Anfang Juli reifen. Es geht um die Taybeere, auch Riesen-himbeere genannt. Allerdings ist sie nicht ganz reinrassig Brombeere, son-dern entstand aus der Brombeersorte ‚Aurora‘ mit einer tetraploiden Him-beere. Die Pflanzen bilden wie Brom-

beeren lange, aber weniger starr besta-chelte Ranken. Die 3-4 cm großen Früchte färben sich über hellrot bis dunkelrot, sind dann recht weich und werden möglichst am selben Tag ver-braucht.

Taybeere ist also eine typische Obst-art für Gartenbesitzer. Die Früchte schmecken frisch vom Strauch gut, köstlich verarbeitet zu Marmelade und dergleichen. Ab Mitte Juli bis Mitte August reifen die Früchte von ‚Wilsons Frühe‘, einer nicht rankenden, aufrecht wachsenden Sorte ähnlich Himbeeren, ebenfalls vorwiegend für Frischver-zehr. Der aufrechte Wuchs bietet sich für die Pflanzung in kleinen Gärten an, außerdem erleichtert er Pflege und Schnitt. Zudem kommt man ohne Ge-rüst aus.

Standardsorte ist immer noch die starkwüchsige ‚Theodor Reimers‘, ei-ne mittlerweile über hundert Jahre al-te, auf ihre Art bewährte Sorte mit sehr

langen, stark bewehrten Ranken und vielen, bei Vollreife sehr süßen, wohl-schmeckenden, gut verwertbaren Früchten. Die Erntezeit geht über viele Wochen von Ende Juli bis Mitte/Ende September. Diese Sorte braucht wie al-le rankenden ein stabiles Gerüst.

Dornenlose Brombeersorten haben viel für sich, verständlicherweise.

‚Black Satin‘ wächst aufrecht und reift schon früh ab Anfang August, hält durch bis Mitte Oktober, ist anspruchs-voll an Boden und Standort. Etwa zeit-gleich beginnt die Ernte von ‚Loch Ness‘, gebremst rankend. Die etwas äl-tere Sorte ‚Thornless Evergreen‘ fällt durch ihre geschlitzten, wintergrünen Blätter auf und mit der Neigung, in die bestachelte Ursprungsform zurückzu-schlagen, besonders wenn Wurzelteile beschädigt wurden. Erntezeit erst spät ab Mitte August bis in den Oktober, daher besonders geeignet für Gegen-den mit langen, warmen, sonnigen Herbstwochen.

Foto: Christine Braune/Pixelio.de

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