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Haus & Grund Magazin | 8/2011 20 Haus & Grund Magazin | 8/2011 20
Vakuumdämmung für Problemfassaden
Informationen: Saint Gobain Weber www.sg-weber.de
Für spezielle Probleme gibt es innova-tive Lösungen.
Bei der energetischen Sanierung von Immobilien, die direkt an das Nachbargrundstück oder den öf-fentlichen Gehweg grenzen, darf die Fassadendämmung eine gewis-se Aufbauhöhe nicht überschreiten. Vor diesem Problem stand auch die GWG Städtische Wohnungsgesell-schaft München mbH bei der Gene-ralsanierung eines Wohnquartiers im Münchener Stadtteil Au. Münchener Wohnquartier wird CO
2
-neutral
Die Modernisierung der Immobi-lie ist Teil eines Forschungsprojekts, in dessen Verlauf das Quartier mit einer Kombination aus erneuerba-ren Energien und einer hochleis-tungsfähigen Fassadendämmung in eine CO
2
-neutrale Wohnanlage umgewandelt werden soll. Für die Wärmeversorgung und Trinkwarm-wassererwärmung nutzt die GWG eine gasmotorisch betriebene Kom-pressionswärmepumpe sowie auf den Dächern angebrachte Sonnen-kollektoren. Die für den Betrieb der
Wärmepumpen erforderliche Ener-gie soll in gleicher Menge über Pho-tovoltaikelemente wieder ins öf-fentliche Stromnetz eingespeist werden, so dass insgesamt eine CO
2
-neutrale Energieversorgung gewährleistet ist. Wärmebrückenarme Hochleistungsdämmung Um den Energiebedarf der Im-mobilie so klein wie möglich zu hal-ten, setzt die GWG auf eine hoch-leistungsfähige Wärmedämmung. Ungefähr zwei Drittel der 6.500 Quadratmeter großen Fassadenflä-che werden mit einer Dämmung aus Resol-Hartschaum ausgeführt. Bei Fassadenabschnitten, die direkt an den öffentlichen Gehweg an-grenzen, kommt ein Vakuum-Wär-medämm-Verbundsystem mit der besonders geringen Aufbauhöhe von 10 Zentimetern zum Einsatz. Das Besondere an diesem innovati-ven System: Die empfindlichen Va-kuum-Paneele sind mit einer Poly-styrol-Hülle ummantelt. Dadurch
profitieren Anwender von der aus-gesprochen hohen Dämmleistung des Vakuum-Kerns, erkennbar an einem Wärmeleitwert von nur 0,007 W/m 2 K. Gleichzeitig schützt
die Umhüllung die Vakuum-Paneele vor Beschädigungen und ermög-licht es, die Platten im Randbereich zu schneiden und zu dübeln. Systematische Verlegung Vor der Verlegung wurde mithilfe einer speziellen Software ein Verle-geplan erstellt, so dass der erfor-derliche Dämmstoffbedarf exakt ermittelt und die Dämmplatten
möglichst effizient auf der Fassade verteilt werden konnten. Die Verle-gung des Systems erfolgt in zwei Ebenen, wobei die Dämmplatten so konstruiert sind, dass sich die im Polystyrol integrierten Vakuum-Isolationspaneele überlappen. Auf diese Weise werden Wärmebrü-cken minimiert. Aufgrund der guten Dämmleistung des Vakuum-Kerns können die Dämmplatten so dünn gehalten werden, dass die Fassade trotz des Aufbaus in zwei überlap-penden Schichten schlank bleibt. Erstbezug im Sommer Insgesamt wurde die Generalsa-nierung in vier Bauabschnitte un-terteilt, wobei die ersten beiden Bauabschnitte parallel ausgeführt werden. Der Erstbezug des ersten Abschnitts ist für August 2011 vor-gesehen, der zweite Bauabschnitt soll zwei bis drei Monate später fer-tiggestellt werden. Ein Abschluss ist für 2013 zu erwarten.
Unfälle mit Tankanlagen in priva-ten Haushalten sind relativ selten, jedoch sind die Auswirkungen auf den Betroffenen groß. Private Be-treiber sind deshalb verpflichtet, Heizölanlagen laufend auf äußerlich sichtbare Schäden zu überprüfen und regelmäßig warten zu lassen. Besondere Vorsicht gilt beim Befül-len: Dort sind bei einem Unfall die Schäden besonders groß. Heizöl zählt zu den sichersten Energieträ-gern. In Deutschland wird fast jedes dritte Haus – mehr als 10 Millionen Wohnungen – damit beheizt. Die Tanks sind oft mehr als 30 und mehr Jahre im Einsatz. In diesen Zeiträumen laufen die Anlagen meist klaglos, und es wird kaum Augenmerk darauf gerichtet. „Schäden am Heizöltank entste-hend schleichend und werden kaum wahrgenommen“, warnt Pe-ter Scheurich, Sachverständiger bei DEKRA Industrial. Doch auch bei neueren Anlagen ist Vorsicht gebo-ten, warnt der Heizöltankexperte. Die Sachverständigen finden viel-fältige Ursachen: Füllstandswächter
schalten nicht ab, Füllleitungen bre-chen, Entlüftungen funktionieren nicht, wodurch dann der Tank oder die Leitung Schaden nehmen kann.
Wartung und Inspektion
Ein Öltankunfall kann sehr teuer werden
„Gerade bei neueren Anlagen findet man Befüllleitungen, die durch Kellerräume geführt werden und nicht zusätzlich mit Sicherungs-maßnahmen wie Auffangräumen oder Doppelwandigkeit gesichert sind“, erläutert Scheurich. Auch so genannte „eigensichere“ Heizöl-tanks verlangen keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Dies führt da-zu, dass im Schadensfall das Öl un-gesichert in das Gebäude und Erd-reich gelangen kann. Die Versor-gungsleitungen zu den Brennstellen laufen meist durch Räume ohne Ölauffang.
Wichtige Tipps von DEKRA an Hauseigentümer
• Kontrollieren Sie möglichst ihre Heizölanlage in regelmäßigen Abständen selbst. Spätestens vor dem Befüllen. Eine einfache Geruchs- und Sichtkontrolle hilft.
• Helfen Sie dem Befüller bei dem Befüllvorgang. Überwachen Sie mit. Viele Anlagen sind sehr un-übersichtlich. Anlagen werden mit bis zu 200 l/min befüllt, das
bedeutet, dass in einer Minute 200 l Öl austreten können.
• Achten Sie auf Geruchsbildung. Riecht es nach Öl, lassen Sie die Anlage durch einen Fachmann prüfen!
Informationen: Dekra Industrial GmbH www.dekra.de
Die Folgen sind für die Betroffe-nen teuer: Ausgelaufenes Öl kann in Boden und je nach Lagerart in das Haus eindringen. Nicht selten muss dann der Boden unter dem Gebäude oder neben dem Gebäu-de entsorgt werden. Langanhalten-de Gerüche und Säuberungsaktio-nen sind hierbei die kleineren Übel.
• Unterirdische Heizöllagertankan-lagen müssen alle 5 Jahre durch einen anerkannten Sachverstän-digen abgenommen werden.
• Oberirdische Tanks über 10.000 l alle 5 Jahre. (Wasserschutzgebiet ab 5.000 l alle 5 Jahre). Experten empfehlen zudem, eine Gewässerschadenhaftpflicht-Versi-cherung abzuschließen, um den fi-nanziellen Schaden eines Ölunfalls aufzufangen.
Bei Transport und Lagerung von Heiz-öl geht Sicherheit vor.
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