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THEMA DES MONATS

Haus & Grund Magazin | 8/2011 15

Es hat was mit Gemütlichkeit und angenehmer Wärme zu tun, dass uns das Ofenfeuer so fasziniert.

Informationen:

Bausparkasse Schwäbisch Hall www.schwäbisch-hall.de

Optimale Leistung bei minimalen Emissionen

Für eine effiziente und energie-sparende Heizung ist neben der Brennstoffqualität die Luftzufuhr und -führung entscheidend. Mo-derne Geräte regeln den Abbrand elektronisch – das optimiert ihre Heizleistung und minimiert die Emissionen. Und sie können noch mehr: Statt wie früher nur ein Zim-mer zu erwärmen, werden Kamin und Kaminofen inzwischen an das Zentralheizungssystem angeschlos-sen. Das funktioniert über eine so genannte Wassertasche als Wär-metauscher: Der größte Teil der Abwärme des Feuers wird auf das Wasser übertragen. Dazu braucht

man noch einen Pufferspeicher, der die vom Kaminofen gelieferte Wär-me hortet und bei Bedarf in den Heizkreislauf abgibt.

Ist der Speicher auch an das Brauchwassernetz angeschlossen, kann zugleich heißes Wasser zum Duschen oder Spülen produziert werden. So eine Holzfeuerung kann ganzjährig eine bestehende Öl- oder Gasheizung unterstützen. Neue Lösungen setzen auf eine Kombination mit Sonnenkollekto-ren: Das perfekte Zusammenspiel eines wassergeführten Kaminein-satzes bzw. -ofens mit einer ther-mischen Kollektoranlage, einem Zwischenspeicher und einer Fußbo-denheizung, der niedrige Vorlauf-

temperaturen genügen, sorgt für stets verfügbare Energie – sei es aus dem Holz oder aus der Sonne. In Energiesparhäusern kann die Holzheizung allein ausreichen. Wie viel Heizleistung nötig ist, berech-net der Fachmann. Er wird auch bestätigen, dass moderne Geräte mit speziellen Schamottsteinen oder einer Kachelverkleidung über eine enorme Speicherfähigkeit ver-fügen und vor Ort noch viele Stun-den Strahlungswärme abgeben können.

Seit dem 22. März 2010 gelten für Holzfeuerungsanlagen niedrige-re Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid. Außerdem müs-sen sie einen hohen Wirkungsgrad

aufweisen. Die Bundes-Immissions-schutzverordnung schreibt vor, dass Kaminofen-, Kachelofen- und Heiz-kaminbesitzer bis spätestens 31. Dezember 2012 dem Schornstein-feger nachweisen müssen, dass ihr Gerät die strengeren Anforderun-gen einhält – entweder durch eine Herstellerbescheinigung oder eine Vor-Ort-Messung. Werden die ge-setzlichen Vorgaben nicht erfüllt, greift eine Nachrüstpflicht mit Staubfilter. Beim Kauf eines Neuge-rätes empfiehlt sich die Orientie-rung an der DINplus-Zertifizierung oder dem EFA-Qualitätssiegel.

Wärmepumpen gelten als be-sonders zukunftsträchtiges Konzept der Gebäudebeheizung. Sie holen sich die Wärme aus der unmittelba-ren Umgebung des Hauses – aus

der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Auch imWinter reicht diese Umgebungswärme aus, um in der Anlage ein so genanntes Käl-temittel verdampfen zu lassen. An-schließend wird es mit Hilfe eines Kompressors wieder verdichtet, wobei Kondensationswärme ent-steht, die an die Heizung abgege-ben wird. Zur Aufrechterhaltung dieses Prozesses wird lediglich et-was Energie für den Kältemittelver-dichter benötigt. Diesem geringen Energieeinsatz steht ein mehrfacher Wärmeertrag gegenüber

Gasbetriebener Verbren-nungsmotor

Bisher wird in den Geräten meis-tens Strom als Antriebsenergie ein-gesetzt. Dies trübt jedoch die vor-

Gaswärmepumpen

Heizen und kühlen mit nur einem Gerät

bildliche Energiebilanz. Denn bevor der Strom an der häuslichen Steck-dose zur Verfügung steht, muss er zunächst unter hohen Umwand-lungsverlusten in einem Kraftwerk produziert und anschließend unter weiteren Transportverlusten bis zum Verbraucher geleitet werden. Die Gaswärmepumpe nutzt statt eines Elektroantriebs einen gasbe-triebenen Verbrennungsmotor und erreicht damit einen wesentlich hö-heren thermischen Wirkungsgrad. Die Vorteile dieses Prinzips: Die Pri-märenergie Gas wird praktisch ver-lustfrei genau dort eingesetzt, wo die Wärme benötigt wird. Und die Abwärme des Motors kann dem Heizkreislauf zugeführt werden. Dank der leitungsunabhängigen Energie Flüssiggas ist dies auch oh-

Informationen:

Deutscher Verband Flüssiggas e.V. www.dvfg.de

ne Gasnetzanbindung an jedem gewünschten Standort möglich. Auch die speziellen Bauformen der Absorptions- und der Adsorptions-wärmepumpen können mit Flüssig-gas arbeiten. Bei diesen Geräten treibt das Gas keinen Kompressor mehr an, sondern es löst lediglich physikalisch-chemische Prozesse ohne mechanischen Verschleiß aus. Grundsätzlich gilt: Das Funktions-prinzip der Wärmepumpe lässt sich auch umkehren. Dann wird keine Umgebungswärme ins Haus geholt, sondern warme Luft aus dem Ge-bäudeinneren nach draußen beför-dert. So eignen sich manche Multi-talente unter den Anlagen einer-seits zum Heizen und zur Warm-wasserbereitung, bei Bedarf aber auch zum Kühlen und Klimatisie-ren.

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