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THEMA DES MONATS

Haus & Grund Magazin | 8/2011 14 Haus & Grund Magazin | 8/2011 14

Die Reaktorkatastrophe in Japan hat nicht nur Politiker und Wirtschaftsexperten sondern jeden Einzelnen von uns wachgerüttelt. Unser Energiebewusstsein fängt wieder bei null an und wir werden uns von nun an mit Alternativen an-freunden müssen. Windräder und Photovoltaikanlagen werden mehr und mehr zum Landschaftsbild gehören und privat werden wir künftig auf Energiefresser im Haushalt ganz bewusst verzich-ten. Die Gegenwart mahnt zum Umdenken, weil wir sonst die Chance, auf erneuerbare Energien zu wechseln, verpassen.

Energieeinsparung fängt – da die Nebenkosten ex­ plodieren – bei der Heizung an. Eine zeitgemäße Heizung sollte sparsam und ökonomisch sein und den Hausbesitzer ­sowohl durch die Anschaffung als auch durch Unterhalt und ­Wartung möglichst wenig belasten. Sinnvolle Alternativen sind: ­Kachel- und Kaminöfen, Pellets, Wärmepumpen, Solarthermie und Miniblockheizkraftwerke. Doch auch Wärmedämmung, Ther­ ­mofenster und Klimadecken tragen zur Energieeinsparung bei. Mehr zu diesen Themen fnden Sie auf den folgenden Seiten.

Foto: Homeplaza/Sunworx-Solar

Nachhaltig warm

Moderne Holzheizungen mit hoher Energieausbeute

Menschen waren schon immer vom Feuer fasziniert – und brauch-ten es dringend als Wärmespender und Kochstelle. Als Energiequelle diente seit jeher Holz, eines der äl-testen Brennmaterialien. Und ob-wohl der Mensch längst nicht mehr auf Holz als Brennelement ange-wiesen ist, so ist es doch auch nie ganz aus der Mode gekommen. Das gilt gerade heute, da moderne Holzheizungen den Zauber des Flammenspiels mit hoher Energie-ausbeute verbinden. Vor Beginn der Heizperiode ist für Bauherren

und Modernisierer der richtige Zeit-punkt, über den Einbau einer Holz-heizung nachzudenken. Holz ist CO

2

-neutral Da Holz immer wieder nach-wächst, punktet es in Zeiten von Klimawandel und Energieeffizienz mit CO

2

-Neutralität und ständiger Verfügbarkeit. Wer mit der umwelt-freundlichen Alternative zu Öl und Gas das Haus beheizen will, muss dennoch ein paar Regeln beachten. Brennholz soll einen möglichst ge-ringen Feuchtigkeitsgehalt haben –

pro kg Wasser gehen nämlich 0,68 Kilowattstunden (kWh) Heizwert verloren. Ideal: Luftgetrocknete Scheite mit 18 bis 22 Prozent Rest-feuchte haben einen Heizwert von rund vier Kilowatt (kW). Die Ener-giedichte von Laubholz ist höher als die von Nadelholz. Buche und Eiche eignen sich besonders gut.

Eine Alternative zu Scheitholz sind so genannte Pellets, etwa 4 cm lan-ge Presslinge aus Restholz. Diese genormten Energiepakete punkten mit einem Feuchtigkeitsgehalt von

unter 10 Prozent. Dadurch haben sie einen hohen Heizwert von 5 kWh/ kg. Weitere Vorteile: Pellets lagern in einem Tank und werden vollauto-matisch zum Brennraum befördert – bequemer geht es nicht.

Egal ob man sich für eine Holz-heizung mit Scheiten oder Pellets entscheidet – die Anlage muss eine emissionsarme Verbrennung und einen hohen Wirkungsgrad haben. Ob der Kamin oder Kaminofen den gesetzlichen Vorgaben entspricht, weiß der Ofenbauer.

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