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steuern und finanzen

Haus & Grund Magazin | 8/2011 9

Von Haushaltshilfe bis Handwerker

Was ist imHaushalt steuerlich absetzbar?

Fenster putzen, Teppich reinigen, Rasen mähen: Einen Dienstleister mit diesen Auf­ gaben zu beauftragen, bringt Steuervorteile. Sogar Handwerksleistungen können ­steuerlich geltend gemacht werden. Doch worauf kommt es an, damit auch der Fiskus sein Placet gibt?

Welche Dienstleistungen werden steuerlich begünstigt?

Die Tätigkeiten, die normalerweise von den Haushaltsmitgliedern selbst ausgeführt werden, können als haus-haltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen zum Beispiel das Reinigen der Woh-nung, kleine Schönheitsreparaturen, einfache Handwerkerarbeiten oder Kinderbetreuung. Arbeiten, durch die etwas Neues entsteht, fallen nicht un-ter diese Regelung: also beispielsweise das Verlegen eines neuen Parkettbo-dens oder die Neugestaltung des Gar-tens. Wichtig ist auch, dass die Dienst-leistung im Haushalt ausgeführt wird. Wer also von einer Haushaltshilfe wa-schen lässt, kann Steuern sparen. Wer die Wäsche außer Haus gibt, bekommt keine Begünstigung.

Wie hoch ist die Steuerbegünsti-gung?

Haushaltsnahe Dienstleistungen können in der Steuererklärung zu 20 Prozent von bis zu 20.000 Euro geltend gemacht werden, also maximal bis zu 4.000 Euro pro Jahr. Dieser Betrag wird nicht von der Grundlage für die Be-messung der Steuerschuld abgezogen, sondern direkt von der Steuerschuld.

Zusätzlicher Steuerbonus für Hand-werkerleistungen

Vermieter können Handwerkerleis-tungen zum Erhalt, zur Renovierung und zur Modernisierung ihrer vermie-teten Immobilie als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Aber auch Mieter und Immobilieneigentümer, die ihr Wohneigentum selbst nutzen, ha-ben die Möglichkeit, zusätzlich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen die Kosten für Handwerkerarbeiten in ihre Steuererklärung einfließen zu lassen. Dazu zählen Ausgaben für Arbeiten, die in der Regel von Fachkräften aus-geführt werden, wie die Reparatur der Waschmaschine, das Streichen der Hausfassade oder das Erneuern des Garagentors. Der Steuerbonus von 20 Prozent von bis zu 6.000 Euro, also ma-ximal 1.200 Euro, gilt nur für die Ar-beits-, nicht für die Materialkosten. Auch dieser Betrag wird direkt von der Steuerschuld abgezogen.

Bestimmte Haushalts- oder Handwerkstätigkeiten können steuerlich abgesetzt werden.

Keine Steuererstattung bei Barzahlung

Ob haushaltsnahe Dienstleistung oder Handwerkerleistung: Das Finanz-amt gewährt nur einen Steuerabzug, wenn die unbare Zahlung der erhalte-nen Rechnung auf das Konto des Dienstleisters oder Handwerkers nach-gewiesen werden kann. Als Zahlungs-nachweis gilt der Bankbeleg. Eine Quittung bei Barzahlung ist kein Zah-lungsnachweis, selbst dann nicht, wenn der Empfänger den Geldeingang und dessen ordnungsgemäße Versteu-erung bestätigt. Auf Verlangen muss dem Finanzamt auch eine detaillierte Rechnung über die Leistungen vorge-legt werden. www.immowelt.de

Solarstrom

Vom Dach direkt in den Mixer

Seit 2009 können Hausbesitzer selbst produzierten Strom auch für den Betrieb von Waschmaschine,MixeroderStaubsaugernutzen.GüntherKaspervom­Solarunternehmen Solvis: „Der Eigenverbrauch von Solarstrom schafft neue ­Freiheiten. Man muss nicht mehr teuer bei Stromanbietern ein­kaufen.“

Je mehr Son-nenstrom die Be-wohner e i nes Hauses für sich verwenden, desto lukrativer. Bei-spiel: Eine Familie produziert 4.000 Kilowattstunden Solarstrom und nutzt 1.600 davon im eigenen Haus-halt. Durch den pr i va t en Ver-brauch bekommt die Familie der-zeit 215,28 Euro und spart durch-schnittlich weitere 393,60 Euro ein, weil sie keinen

Strom mehr erwerben muss. Beim Ei-genverbrauch gibt es für die ersten 30 Prozent 12,36 Cent, darüber hinaus 16,74 Cent je Kilowattstunde. Weitere 2.400 Kilowattstunden speist die Fami-lie ins öffentliche Netz ein und lässt sich dies mit 689,76 Euro bezahlen. In

der Addition von Eigenverbrauch und

Netzeinspeisung erwirtschaftet sie ­einen Jahresertrag von 1298,64 Euro, ein Plus von 149,04 Euro gegenüber der reinen Einspeisung.“ Gute Nach-richt: Die Einspeisevergütung bleibt laut der Bundesnetzagentur jetzt doch nach dem 1. Juli in der bisherigen Hö-he erhalten. Solvis

Selbstproduzierten Solarstrom zu verbrauchen, ist besonders lukrativ.

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